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Es gibt Situationen im Leben, wo man ganz einfach sein Leben in anderen Bahnen betrachten muss und neue Entscheidungen treffen muss.
Besser, wie im nachfolgenden Vers,
lässt sich meine neue Situation nicht beschreiben.


Tanz auf dem Vulkan

Wir leben mit dem Myelom
Manche noch frisch geschockt durch die Diagnose
Andere in relativer Sicherheit nach erfolgreicher Therapie
Wieder andere sehr erfahren im Auf und Ab der Erkrankung
Oft aber besser, als wir befürchtet haben

Wir bleiben in jedem Fall herausgefordert
Die mögliche Bedrohung lässt sich nicht völlig auflösen
Doch waches Hoffen
Ist nicht verboten

Wir leben wie auf einem Vulkan
Er kann lange Ruhe geben
Er kann grummeln
Er kann rauchen
Es gibt kleine und grosse Ausbrüche
Ohne Spuren geht es nicht ab

Wir können uns von der Gefahr bannen lassen
Vor lauter Angst das Geniessen der bleibenden Möglichkeiten verpassen
Wir können aber auch lernen zu tanzen
Das Leben auszukosten
Es als Kostbarkeit zu sehen

Tanz kann heissen zu lieben
Tanz kann heissen zu lachen
Tanz kann heissen Neues auszuprobieren
Tanz kann heissen, sich selbst gesetzte Grenzen zu überwinden
Tanz kann heissen das Leben als Geschenk zu nehmen

Tanzen kann man allein, zu zweit aber auch mit vielen gemeinsam
Selbsthilfe ist eine Art Tanz als Gruppe

Wir halten der Bedrohung stand

Wir achten auf die Seismografen
Wir richten uns auf die besonderen Bedingungen dieses Lebens ein
Wir bieten anderen die Hand
Lasst uns ein Tänzchen wagen

Johanna Schick-Stankewitz, Dezember 2003

lange.gruena@freenet.de